Nach ihrer Entlassung aus der Psychiatrie zieht Pia zurück ins Elternhaus – doch statt Halt findet sie dort einen Kosmos aus Hilflosigkeit, Alltagsritualen und stillen Zumutungen. Während ihr Vater sie zur Arbeit drängt, die Therapeutin auf „mehr Teilhabe“ pocht und ihre Mutter sich in Fürsorge verliert, entgleitet Pia zunehmend der Wirklichkeit.
Visuell inspiriert von Graphic Novels und erzählerisch offen für Brüche, Absurdität und innere Zustände begleitet der Film seine Protagonistin durch eine Welt, in der psychische Gesundheit weniger Privatsache als politisches Terrain ist. Ohne Diagnosen zu reproduzieren, stellt er tiefgreifende Fragen an unsere Vorstellungen von Normalität, Anpassung und Identität – und zeigt, wie notwendig eine neue Sprache für das Unnormale geworden ist.
Hochaktuell und gesellschaftlich relevant.
Inspiriert von Graphic Novels und visuellen Tagebüchern, kombiniert der Film Realismus mit poetischen Überhöhungen.
Luisa-Céline Gaffron liefert eine intensive, nahbare und vielfach gelobte Leistung, die dem Film emotionale Glaubwürdigkeit und große Authentizität verleiht. Ihre Darstellung war einer der Höhepunkte bei der Festivalpremiere auf der 75. Berlinale.





